Bodenproben, Stromerzeuger und IT

Manchmal bin ich überrascht, wie scheinbar völlig verschiedene Bereiche doch eng zusammenhängen. Als ich die ersten Dashboards für meine Daten zur Nutzung unserer Lösungen gebaut hatte, sah ich, dass die Qualität der Daten Verbesserungspotential hat. Teilweise fehlten Daten, oder sie waren veraltet. Und doch konnte ich schon Einsichten und Ergebnisse für unser Produktmanagement präsentieren.

Letzte Woche sprach ich mit einer Freundin, die als chemische Assistentin in einer Behörde Bodenproben analysiert. Auch sie sammelt Daten und stellt Dashboards und Übersichten bereit. Auch bei ihr sind die Daten unvollständig oder fehlerhaft. Auch sie kann aber wertvolle Einsichten generieren.

Dann folgte ein Gespräch mit einem anderen Freund, der bei einem Energieerzeuger Daten zur Stromgenerierung sammelt und für Berichte an die Geschäftsführung aufbereitet. Auch er hat mit der Datenqualität zu kämpfen.

Ich finde es sehr spannend, dass alle diese verschiedenen Fachbereiche am Ende dieselben Herausforderungen haben. Und immer zeigen sich dieselben zwei Strategien:

  1. Zeige das Beste, was du kannst mit den Daten, die du hast.
  2. Arbeite an der Qualität deiner Daten.

Aber versuche nicht den Ozean zu kochen. Du wirst niemals 100% korrekte Daten haben. Sieh zu, dass die Fehler nicht die Botschaft deiner Dashboards verdrehen. Jetzt arbeite ich mit zwei Sichten auf unsere Daten: Eine interne Sicht, die Lücken in der Qualität sichtbar macht, und eine externe Sicht, die unseren Stakeholder hilft, Entscheidungen zu fällen. Dabei müssen wir Hilfen für die Interpretation mitgeben, solange es Lücken in der Qualität der Daten gibt.

Und am wichtigsten: Wir müssen offen sagen, wie die Qualität der Daten ist, wenn wir Dashboards bauen.

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